Topoi Engelsbrand
Auf einem 92 Ar großem Grundstück entstanden zwei Wohnhäuser mit Landschaftsgarten, Pavillons und Schwimmbecken. Auf der exponierten Topografie in leichter Hanglage werden mittels bewohnter und unbewohnter Gebäude, sowie Gärten verschiedener Größe klassische und unbekannte geometrische Topologien erkundet. Die ruhige Suche nach der „quinta essentia “ einer eleganten klassischen Form führt vom Tetraeder bis hin zur artifiziellen Landschaft.
Im verspielten Innenraum wechseln sich niedrige Geschoßhöhen mit großen Lufträumen über zwei Geschosse ab. Persönliche kleinteilige Ausbauten z.B. ein Arbeitsplatz in der begehbaren Bibliothek, eine integrierte Sitzbank bei der Kaminecke oder eine Sitznische in der Wand des Bades schaffen Rückzugsräume in dem alle Geschosse durchdringenden Raumkontinuum, bis hin zu einem dunklen Tatamimattenraum mit meditativem Charakter.
Es wurden umfangreiche Schreinerarbeiten als integraler Bestandteil des Gebäudes ausgeführt. Treppenläufe gewendelt und gerade führen in einer weichen, runden Choreografie aus dem Garagengeschoß bis zu den Aussichtsterrassen auf den oberen Ebenen durch die hellen mit großen 2-geschossigen Minimalfenstern und Gebäudehohen Lichtschlitzen belichteten Räumen. Holz der 200-jährigen vom Blitzschlag vor Ort gefällten Eiche, lokaler Maulbronner Sandstein sowie weitere lokal gewonnene Materialien wurden beim Ausbau verwendet. Tages- und Kunstlichtführung inszenieren Aussen- und Innenraum.
Architekturbüro Stocker
www.atelier-stocker.de
BENETTON ERÖFFNETE IN ISTANBUL DAS ERSTE GESCHÄFT DER ZUKUNFT
Benetton eröffnete in Istanbul, der türkischen Metropole, die 2010 europäische Kulturhauptstadt sein wird, ein großes Geschäftslokal. Geplant von Piero Lissoni, fügt es sich mit seiner Avantgarde-Architektur perfekt in den pulsierenden Rhythmus dieser im steten Wandel und Aufbruch in die Zukunft befindlichen Stadt ein. Es ist das erste aus einer Reihe von futuristischen Stores, deren Planung etablierten Architekten und aufstrebenden, jungen Talenten übertragen wird, die international im Rahmen von Opening Soon… verwirklicht werden, innovative Projekte, die der zukünftigen Entwicklung von Benetton Verkaufsräumen Gestalt geben sollen.
Das neue Benetton Geschäft nimmt ein ganzes Gebäude auf der renommierten Bagdad Street von Istanbul ein, mit einer Gesamtfläche von fast 2.000 Quadratmetern auf acht Etagen, davon drei Untergeschossen, wo die Kollektionen United Colors of Benetton für Damen, Herren und Kinder vollständig ausgestellt sind.
Das von Architekt Lissoni geplante Benetton-Haus liegt in einem Stadtteil, der sich derzeit besonders stark im Wandel befindet: es ist das reiche, asiatische Viertel im westlichen Stil auf der anderen Seite der Bosporus-Brücke. Mit seinen acht Stockwerken, davon drei unter der Erde, liegt es auf der Bagdad Street, der renommierten Straße für Unterhaltung und internationales Shopping. Nach dem Konzept Piero Lissonis stellt sich der Baukörper als Installation von Bildschirmen dar, die ihre in Bewegung befindlichen Bilder nach außen ausstrahlen: eine Art leuchtender Turm mit flimmernden Bildern, ein unregelmäßiger Stapel von Bildschirmen, der Stadt zugewendet und die Stadt ihm.
“Indem ich mir eine Stadt im steten Werden vorstellte – erklärte der Architekt - versuchte ich ein Gebäude zu entwerfen, das quasi unfertig ist. Das achtgeschossige Gebäude ist ein dynamischer Bau, da ich mir Behälter vorstellte, die, auf einem Erdgeschoss aus Kristallglas schaukelnd, unregelmäßig übereinander gestapelt werden. Meine Vision waren wogende Container, die sich auf einen Raum aus Licht stützen.“
Dieses neue Geschäft von Istanbul, das erste einer Serie am Pulsschlag der Welt und ihres Wandels, setzt starke Signale sowohl von architektonischer als auch unternehmerischer Innovation, die Benetton dieser Stadt, die für die neuesten Trends offen ist und der Türkei, einem Land, mit dem man den jungen, so dynamischen und lebendigen Lebensstil teilt, widmen wollte. Es ist auch eine neue Station in der Geschichte der Innovation von Benetton-Verkaufslokalen, die jetzt, in einer Periode der internationalen Wirtschaftskrise, noch bedeutsamer ist, ein Beweis für den Optimismus und Willen des Unternehmens, in die Zukunft zu investieren.
Zeynep Selgur, geschäftsführender Verwaltungsrat von Benetton Türkei, bestätigt: “Der Benetton-Konzern bringt der Türkei schon lange großes Vertrauen entgegen und investiert seit 24 Jahren in dieses Land. Die Investition von circa 30 Mio. Dollar in dieses Projekt in einer Zeit der globalen Krise, ist eine weitere Bestätigung. Der neue Benetton Megastore soll ein Modell für künftige Geschäfte sein und ist für den Konzern das bedeutendste, internationale Projekt des Jahres 2009.“.
www.benetton.com
Glockenturm Taschkent / Belfry Tashkent
Am Amir-Timur-Platz, mitten im Herzen der usbekischen Hauptstadt Taschkent, hat die Ippolito Fleitz Group die Innenarchitektur für den Internationalen Forums Palast »Usbekistan« realisiert. Der Palast wurde anlässlich der 2200-Jahrfeier Taschkents im September 2009 feierlich eröffnet. Im Zusammenhang mit diesem Projekt wurde zeitgleich ein Juweliergeschäft gestaltet. Dieses bezog einen von zwei historischen Glockentürmen, die am Amir-Timur-Platz den gestalterischen Auftakt für das repräsentative Ensemble bilden.

Die Räume übersetzen thematisch wie funktional die Exklusivität der präsentierten Ware und wirken wie Schmuckschatullen. Dunkel gehaltene Wände werden durch lasergeschnittene Flächenornamente aus hochpoliertem Edelstahlblech überlagert. Von den Wänden ab- und in den Raum hineingerückt entwickelt die zweite Haut unerwartete Lichttiefen. Die Längsrichtung der Räume wird durch ornamentierte, getönte Spiegel an den Stirnseiten und ein dynamisches Lichtelement an der Decke optisch verlängert. Lediglich bewusst inszenierte Öffnungen wie Fenster und Vitrinen lösen die Grenzen des in sich brillierenden Kästchens auf.
Die Schmuckvitrinen, punktgenau ausgeleuchtet und teilweise mit Monitoren ausgestattet, bieten ideale Bedingungen zur Präsentation der kostbaren Kollektionen.
Im Glockenturm verschmelzen die gestalterischen Traditionen Usbekistans mit einer zeitgenössischen Designsprache. Die historischen Ornamente, die in den Spitzbögen der Fenster sitzen, reflektieren auf den Edelstahlmustern im Innenraum. Innen und außen, alt und neu gehen so eine faszinierende Synthese ein.
© Copyright Fotos: Zooey Braun / www.zooeybraun.de
German pavilion
Expo 2010 Shanghai
downloads/konzept_deutscher_pavillon.pdf
Pavillon 21 MINI Opera Space

Die Bayerische Staatsoper eröffnet mit dem Pavillon 21 MINI Opera Space zu den Münchner Opernfestspielen 2010 eine neue temporäre Spielstätte auf dem Marstallplatz: Von den Architekten von COOP HIMMELB(L)AU wurde dafür ein mobiler und flexibel zu bespielender Ort entworfen. Internationale Künstler sind eingeladen, mit unterschiedlichen Ausdrucksmitteln ungewohnte Formate des Musiktheaters zu erproben und reflektieren.
Was im vergangenen Sommer unter dem Titel „under construction“ bereits seine Schatten voraus warf, wird sich nun zu den Münchner Opernfestspielen 2010 in seiner endgültigen Gestalt präsentieren:
Mit dem Pavillon 21 MINI Opera Space schafft die Bayerische Staatsoper zusammen mit dem österreichischen Architekturbüro COOP HIMMELB(L)AU und MINI einen mobilen Ort für den Platz zwischen Olafur Eliassons Fassade des Probengebäudes der Bayerischen Staatsoper, dem historischen Marstall und der Max-Planck-Gesellschaft. Die Entwürfe von Wolf D. Prix, Design Principal und CEO von COOP HIMMELB(L)AU, prägen maßgeblich das Bild und das Lebensgefühl zahlreicher Städte. In der Verbindung von Architektur mit Theater eröffnet der Pavillon 21 MINI Opera Space dem Umgang mit Räumen noch eine weitere Dimension und bezieht daraus seine Strahlkraft für das kulturelle als auch für das urbane Leben.
Die Eröffnung dieser neuen Spielstätte ist für die Bayerische Staatsoper eine Premiere. Die Überlegungen, die dem Bau eines solchen Raumes für Musiktheater zugrunde liegen, haben jedoch in München eine lange Geschichte: Schon Richard Wagner dachte für seine Tetralogie Der Ring des Nibelungen an einen Ort für Aufführungen „frei von den Einwirkungen des Repertoireganges unserer stehenden Theater“. Ihm schwebte ebenfalls ein Ort vor, dessen Gegebenheiten die Parameter einer Aufführung nicht festschreiben.

Der Pavillon 21 MINI Opera Space setzt den künstlerischen Formen keine Grenzen. Seine Offenheit und seine Flexibilität geben der Phantasie und der Lust am Experimentieren den notwendigen Raum und laden den Besucher ein, neue Wege der Wahrnehmung und künstlerischen Reflexion zu gehen.
Dabei spiegelt der Pavillon 21 MINI Opera Space das ganze Wesen der Kunst des Theaters wider: gleich einer Vorstellung, die ihre Spuren hinterlässt, aber mit dem letzten Vorhang unwiderruflich endet, ist auch dieser Ort nur ein temporärer Gast auf dem Marstallplatz. Durch diese Konzentration der künstlerischen Begegnungen entsteht eine besondere Spannung, die dazu verführt, Musiktheater neu zu entdecken.
Internationale Künstler aus den Bereichen Performance, Bildende Kunst, Literatur sowie Komponisten, VJs, Regisseure und Musiker sind eingeladen, Grenzen zu anderen Kunstformen zu überschreiten und den Raum mit ungewohnten, überraschenden Formaten zu bespielen.
Dieser Aufforderung folgte auch Christoph Schlingensief, der mit einer eigens hierfür entstehenden Produktion die neue Spielstätte eröffnen wird. In weiteren Programmpunkten wird der Pavillon 21 MINI Opera Space beispielsweise zum Zielpunkt von Prozessionen durch die Stadt, die von einer musikalischen Kuratorin immer neu gestaltet werden, oder zu einer Bühne für die Visionen und Träume von Jugendlichen, die ihre Geschichten in einem MusikTheater-Projekt szenisch und musikalisch umsetzen. (Weitere Informationen zum Programm erscheinen im Frühjahr 2010 in einer Sonderpublikation.)
Die Verwirklichung eines solchen Projektes ist ohne ideelle als auch finanzielle Unterstützung undenkbar. Die Bayerische Staatsoper freut sich.
MercuryHouseOne
Ein zukunftweisendes Konzept für eine mobile Wohnplattform, entworfen von Architecture and Vision und realisiert von der italienischen Firma GVM von Gualtiero Vanelli aus Carrara.
Inspiriert von der Natur, erinnert seine Form an die eines Wassertropfens. Durch die grossflächigen Öffnungen ist der kompakte Innenraum mit der Umgebung verbunden. Es bietet Raum um Ruhe zu finden. Das Mercuryhouseone besitzt ein kompaktes Volumen von etwa 9 mal 4,5 Meter. die äussere Hülle ist aus doppelt gekrümmten, leichten Dünnschichtplatten aus weissem Carrara Marmor mit verchromten Fugen aufgebaut. Die Öffnungen bestehen aus grossflächigen Acrylscheiben. Der hellblaue Innenraum kann vom Benutzer verschieden eingerichtet werden. Licht, Video und Audio sind in dem Wohnraum integriert und unterstützen das einzigartige Erlebnis des Innenraums. Die Einheit ist energetisch unabhängig. Die notwendige Energie wird von in den Dachfenstern integrierten Solarzellen produziert. Das Mercuryhouseone ist während der 53sten Kunst Biennale in Venedig auf der insel San Servolo in der einzigartigen Szenerie der venezianischen Lagune ausgestellt.









